DB0VL wieder on air

Das Relais DB0VL in der Nähe von Lingen ist seit heute wieder „on Air“

In der Betriebsart FM kann man wieder auf 439,050MHz mit der üblichen Ablage von 7,6 MHz darüber Funkkontakte abwickeln.

Es ist zur Zeit trägergesteuert und ein CTCSS-Ton von 123 Hz ist zum Betrieb nötig.

Die Anbindung an den HansaLink wird im Frühjahr stattfinden.

Das Relaisteam von DB0VL, DB0DOS und DB0DAM

DB0DOS mit endgültiger Antennenanlage

Am heutigen Dienstag haben wir die Antennenanlage des 2m-Relais DB0DOS überarbeitet und in die endgültige Funktion gebracht.
Welche Reichweiten zu erwarten sind, wird die Zeit zeigen.

Gleichzeitig haben wir heute bei den beiden DMR-Relais von DB0DOS die Reflektoren getauscht:

DB0DOS 439,875 MHz -9,4 MHz  4003 Elbe-Weser
DB0DOS 438,400 MHz -7,6 MHz  4006 Ruhrgebiet

Natürlich können beide Relais auf andere Reflektoren umgelinkt werden und fallen bei Nichtaktivität nach 15 Minuten in ihre Heimreflektoren zurück.

Das Relaisteam

Heinz Dekker, DL6YBE, silent key

Der OV Lengerich (N11) trauert um sein ehemaliges OV-Mitglied Heinz Dekker, DL6YBE. Heinz ist am 01. Oktober 2017 nach längerer Krankheit im Alter von 81 Jahren von uns gegangen. Während seiner Mitgliedszeit 1978 – 2013 (35 Jahre) hatte er von 1984 – 1989 das Amt des stellvertretenden OVV inne.

Als der Amateurfunkhändler und Reparateur in unserer Region war er durch seine faire und ruhige, sachliche Art weit über die Grenzen Lengerichs hinaus bekannt und beliebt. Erst vor wenigen Jahren gab er sein Geschäft an der Bahnhofstraße
in der Lengericher Innenstadt auf.

Seiner Familie gilt unsere aufrichtige Anteilnahme.

Gerd Bendrig, DB9IL, OVV OV Lengerich N11

Volle Fahrt auf der Datenautobahn im AS64635

Die „Datenautobahn“ zwischen DB0TEU, DB0OSN, DB0NLH und DB0DAM ist fertig und in Betrieb. Die erforderlichen Lizenzen sind eingetroffen. Damit ist das HAMNET im Bereich Südwestniedersachsen und dem AS 64635 Distrikt-I-Mitte endlich wieder komplett.

Kurz zur Geschichte: Im Jahr 2010 war unser Netz von DB0OSN aus geplant worden. Zum einen ging es von dort aus zu DB0DOS auf dem Dörenberg, zum anderen zu DB0OBK auf dem Schinkelturm in Osnabrück. Von dort aus wurden die wichtigen Links zu DB0DAM in Damme und DB0NLH Richtung Bielefeld geschaffen. Über Damme fand die Anbindung zu DB0PDF in Richtung Norden statt. Leider musste dieser Link aufgrund von Störungen bereits vor ca. zwei Jahren abgeschaltet werden. Über Bielefeld waren wir außerdem mit dem restlichen HAMNET Richtung Süden verbunden. Durch den Wegfall von DB0OBK im Jahr 2016 ergab sich hier also eine echte Lücke und wir konnten unser Netz nur über Tricks und Umwege aufrecht erhalten.

Zunächst ging es nun darum, wieder einen direkten Link zu DB0DAM und damit Richtung Norden herzustelllen. Als Alternativen kamen nur die Standorte von DB0DOS und DB0TEU infrage. Es erwies sich die Nutzung des Standortes von DB0TEU, Grafensundern/Teutoburger Wald, als die bessere Alternative. Der Standort Grafensundern ist ca. fünf Meter niedriger als der Standort Dörenberg. Dafür ist der Turm von DB0TEU ca. doppelt so hoch wie der Antennenmast bei DB0DOS.

Als erstes wurde daher die Linkstrecke von Osnabrück Richtung Süden von DB0DOS zu DB0TEU umgezogen. So war dieser Standort schon einmal angebunden.

Am 01.06.2017 wurden dann durch Rolf, DL2MB, Harry, DL2BF, und Hans-Jürgen, DJ2QW, die erforderlichen Arbeiten durchgeführt, um den Nord-Süd-Schluss des HAMNET im Bereich Osnabrück vozubereiten. Bei DB0TEU wurden Mikrotik 5 GHz Komponenten mit 23 dBi Antennen Richtung DB0DAM, Dammer Berge, und DB0NLH, Hollandskopf, montiert. Olaf Polan, DG8YGZ, hatte zuvor bereits die erforderliche Gegenstelle bei DB0NLH installiert. So konten beide Links gleichzeitig wieder hergestellt werden.

Bereits am 08.05.2017 wurden bei DB0DAM von Jochen, DL7JW, Rolf, DL2MB und Hans-Jürgen, DJ2QW, die dort vorhandenen HAMNET-Geräte durch einen Mikrotik Parabolspiegel neuester Generation mit Basebox5 (Richtung DB0TEU) und eine QRT5 (Richtung DB0PDF) getauscht. So war hier die Hardware bereits wieder auf dem aktuellsten Stand.

Alle Links laufen mit guten bis sehr guten Datenraten und wir hoffen, dass hierdurch schnelle und stabile Verbindungen ermöglicht werden.

Unser besonderer Dank gilt – neben allen „Klettermaxen“ – Jann Taschewski, DG8NGN, der uns während der gesamten Projektplanung und -umsetzung mit Rat und Tat zur Seite stand und die erforderlichen komplexen Konfigurationen aus Nürnberg durchführte.

DB0DOS an neuem Standort

DB0DOS bei DB0TEU auf dem Grafensundern in Hagen/TW./Landkreis Osnabrück

DB0DOS hat aufgrund bevorstehender Änderungen der Infrastruktur den „alten“ Standort Dörenberg auf dem BW-Gelände verlassen und ist ca. 500 m Richtung Westen auf den Fernmeldeturm Grafensundern umgezogen.

DB0TEU verfügt über 5GHz-Hamnet-Richtfunkstrecken zu

– DB0OSN (Universität Osnabrück)

– DB0DAM (FMT Dammer Berge)

– DB0NLH (Hollandskopf bei Borgholzhausen, Kreis Gütersloh)

und gewährleistet hierdurch die Netzanbindung der Digitalrelais.

Die bisherige Problemstrecke zwischen Damme und Osnabrück ermöglicht nun stabil Datenraten bis zu 72,2 Mbps.

Hierdurch ist Nord-DL wieder mit dem restlichen Hamnet in DL per Funk verbunden.

Die Antennen von DB0DOS befinden sich an dem Afu-Antennenmast auf der obersten Plattform. Hierdurch überragen sie nun –im Gegensatz zu vorher- deutlich die Baumgrenze des Teutoburger Waldes.

Die derzeit drei 70cm Digitalrelais

  • Hytera RD985, DMR, 439,875 -9,4 MHz

  • Hytera RD985, DMR, DStar, FM 438,400 -7,6 MHz

  • Motorola MTR2000, DStar, 439,45625 – 7,6 MHz

sind gemeinsam über einen Motorola TX-Combiner, einen Procom RX Multicoupler, sowie einen Aerial Facilities Duplexer auf eine breitbandige Antenne, Procom CXL70-5, 5 dBd Gewinn, aufgeschaltet.

Auch das APRS-Gateway auf 144,800 MHz (nur Empfang) leitet auch am neuen Standort die Daten der APRS-Stationen ins Netz weiter.

Das 2m-Relais,

Hytera RD985, DMR, FM/12,5 kHz, CTCSS 123 Hz, Hansalink, 145,7125 -0,6 MHz

arbeitet weiterhin mit dem 6 Cavity-Kathrein-Duplexer und einer Procom CXL2-3 Antenne,

3 dBd Gewinn.

Die Relais sind mit hochwertigen, verlustarmen Kabeln mit den Antennen verbunden.

Wegen dem neuen Standort und den umgebauten Antennen bitten wir um Rapporte.

Für das ATV-Relais DB0TEU

gibt es nun zwei neue 62m lange hochwertige doppelt geschirmte ZF-Kabel. Außerdem wurde der 23cm Vorverstärker durch einen neuen VV ersetzt. DL8BBF konstruierte dafür ein wasserdichtes Gehäuse, das mit einem thermischen Ausgleich versehen ist.

Der neue 23cm Vorverstärker ermöglicht ATV-Stationen, die bisher verrauscht vom Relais empfangen wurden, mit einem deutlich besseren Signal übertragen zu werden.

Das Team um DB0DOS/DB0TEU

Dreister Kabeldiebstahl bei DB0DOS

Bei DB0DOS finden seit Ende Juni 2017 Antennenarbeiten statt. Aus diesem Grunde wurden zwei ½“ RFS-Cellflexlkabel mit Längen von ca. 20 und 25 m aufgewickelt und an die Außenseite des Sendehauses gehängt. Das gleiche erfolgte mit einem ca. 15 m langen 7mm ZF-Kabel, das für ATV-Empfangsversuche verwendet wurde.

Es war eigentlich vorgesehen, die Kabel komplett zurückzubauen. Ein Wespenvolk, das im Bereich der Kabeleinführung ins Gebäude sein Nest gebaut hat, war aber dagegen. Jochen, DL7JW, wurde von wütenden Wespen attackiert und eine stach ihm ins Gesicht. Daraufhin haben wir keine weiteren Versuche unternommen, die Kabel komplett zu entfernen.

Das Gelände ist nicht frei zugänglich und mit einem hohen Zaun umgeben. Der Bereich, an dem die Kabel ans Gebäude gehängt wurden, ist von den Waldwegen nicht einsehbar. Heute stellten wir fest, dass die Cellflexkabel sauber abgesägt und entwendet wurden und auch das ZF-Kabel wechselte den Besitzer.

Für Buntmetalldiebe ist die geringe Menge an Kupfer nicht attraktiv. Wer schleppt schon ständig eine Metallsäge und Kneifwerkzeuge mit sich herum und transportiert anschließend zu Fuß über lange Strecken schwere Kabelstücke ins Tal??

Es ist zu vermuten, dass hier Fachkundige, die die Kabel selbst gebrauchen konnten, am Werk waren. Die Kabel wurden so sauber abgesägt, dass für eine Steckermontage keine weiteren Korrekturen an den Schnittflächen erforderlich sind.

Gegen „gewerbliche“ Buntmetalldiebe spricht zudem, dass die anderen, wesentlich dickeren Kabel nicht angetastet wurden.

Der entstandene Schaden beträgt mehrere Hundert Euro.

Funken am Steuer bleibt vorerst erlaubt

In den vergangenen Wochen wurde in den Amateurfunkmedien, aber natürlich auch auf unseren Relais intensiv über eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) diskutiert. Hintergrund dieser Änderung war eine Verschärfung, wonach am Steuer unter anderem keinerlei Funkgeräte mehr hätten benutzt werden dürfen. So heißt es in der Drucksache zur Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften unter anderem (Zitat):

Mit der Änderung des § 23 Abs. 1a werden nunmehr auch Funkgeräte vom Verbot der Handheld-Nutzung elektronischer Geräte umfasst.

Eine Ausnahme gemacht wird lediglich für den Behördenfunk (BOS), hierzu heißt es:

Um die Funktionsweise der (…) genannten Institutionen nicht zu beeinträchtigen, wird für diese als Ausnahme die Benutzung von Funkgeräten ausdrücklich auch dann erlaubt, wenn diese aufgenommen oder gehalten werden. Dies gilt jedoch nur, solange sich das Fahrzeug ohne Beifahrer im Verkehr befindet, da ansonsten zumutbar ist, dass der Beifahrer den Funkkontakt übernimmt.

Diese große Einschränkung für den Amateur-Mobilfunk kam für die Funkverbände offensichtlich sehr kurzfristig und überraschend. Bereits am vergangenen Freitag, den 07.07.2017 sollte sie endgültig im Bundesrat beschlossen werden.

Zuvor hatte der Verkehrsausschuss des Bundesrats empfohlen, dass das Verbot für das Funken am Steuer für „im Fahrzeug festverbaute CB-Funkgeräte“ erst nach Ablauf einer Frist von drei Jahren gelten sollte. Später hatte das Bundesland Niedersachsen eine weitere Empfehlung vorgelegt, wonach diese Drei-Jahres-Frist nicht nur für CB-Funkgeräte, sondern alle „im Fahrzeug mitgeführten Funkgeräte“ gelten sollte.

Kurz vor der endgültigen Beschlussfassung hat die Bundesregierung ihren Antrag nun zurückgezogen. Daher wurde am Freitag nicht über die Änderung entschieden und es bleibt zunächst alles beim alten. Der Rückzug hat aber mitnichten etwas mit unserem Hobby zu tun. Es geht vielmehr darum, Strafen zu verschärfen, wenn keine Rettungsgasse gebildet wird und Einsatzfahrzeuge infolge dessen behindert werden. Dies bedeutet auch, dass die Bundesregierung offenbar grundsätzlich an ihren Regeln festhält und den Entwurf lediglich um ein weiteres Thema ergänzen möchte. Die Entscheidung könnte daher bereits in der nächsten Sitzung nach der Sommerpause, am 22.09.2017, nachgeholt werden. Ob die Funkverbände bis dahin noch etwas ausrichten können bleibt abzuwarten.

Auch ist zu beachten, dass die Änderungen, also die Drei-Jahres-Schonfrist für Funkgeräte, nun erst einmal nicht mehr im Entwurf stehen. Auch hier muss man genau beachten, ob Niedersachsen seinen Änderungsvorschlag erneut einbringt. Anderenfalls würden die Regelungen auch für Funkamateure sofort gelten.

Wie auch immer, wir hoffen natürlich, dass sich niemand unserer Nutzer von diesen Einschränkungen wird abbringen lassen. Funkamateure haben sich stets auch dadurch ausgezeichnet, dass sie immer einen Weg und eine Lösung gefunden haben. Lasst uns in diesem Sinne gemeinsam gute Lösungen finden.

Für einen modernen Amateurfunk