DB0OSN VoIP-Server

Seit März 2018 bieten wir bei DB0OSN einen VoIP-Server für alle Benutzer im HAMNET an. Hierüber können Telefonate innerhalb des Netzes geführt werden. Dies stellt einen neuen Weg der Sprachkommunikation unter Funkamateuren dar. Sämtliche Kommunikation basiert auf freien Protokollen und Codecs und ist natürlich unverschlüsselt. Die Datenübertragung findet ausschließlich im HAMNET und daher i.d.R. auf 5 GHz statt. Neben reiner Sprachkommunikation von Mensch zu Mensch sind Chat- / Voice-Systeme, Zugang zu entfernten Relais und vieles andere denkbar.

Technische Daten

Allgemeines:
Rufzeichen: DB0OSN
Standort: Universität Osnabrück, 49069 (49076) Osnabrück
Betreiber: Interessengemeinschaft Amateurfunk Osnabrück
SysOps: Udo Witte, DJ4FV (verantwortlich)
Nils Prause, DO6NP (SysOp)
Hardware: 19″-Rack-Server HP ProLiant DL380 Server G5, 2x Xeon-Prozessor, 16 GB RAM, 2x SAS 10k HDD, USV
Software: Debian GNU/Linux, Asterisk 16.2, Stuntman
HAMNET: Backbone

Nutzung

Zur Kommunikation über VoIP im HAMNET können entweder IP-Telefone von bekannten Herstellern wie Snom, Cisco, gigaset (früher Siemens) oder auch die Fritz!Boxen und Mobilteile von AVM verwendet werden. Für alle Betriebssysteme und Endgeräte existieren außerdem so genannte Softphones. Einfache und kostenlose Vertreter sind hier z.B. PhonerLite für Windows oder Zoiper für Linux oder Mac OS X. Unter Android empfiehlt sich CSIPSimple, Freunden des angebissenen Apfels können wir Zoiper Lite empfehlen.

Um eine landesweite Kommunikation zu ermöglichen, wurde ein Netzwerk von „Telefonanlagen“-Servern aufgebaut. Innerhalb dieses Netzes werden Benutzer und Routen untereinander ausgetauscht, so dass jede/r im Netz mit jeder / jedem kommunizieren können sollte. Lokale Dienste auf den jeweiligen Systemen ergänzen das Angebot. Technisch basiert das Netz auf der VoIP-Server-Software Asterisk unter Linux und den Protokollen IAX und Dundi.

Weitere Informationen zum Konzept findet man übersichtlich in einer Präsentation von Ralf Wilke, DH3RW, AFu RWTH Aachen.

Rufnummern im HAMNET

Zur Identifikation und Erreichbarkeit erhält jede(r) Nutzer/in eine eindeutige Rufnummer, die dem eigenen Rufzeichen entspricht. Hierbei bedient man sich der Buchstaben auf der Zifferntastatur, wobei jeder Buchstabe aus zwei Zahlen besteht: die erste Ziffer entspricht derjenigen auf der Tastatur, z.B. eine 2 für A, B und C oder eine 3 für D, E und F. Die zweite Ziffer gibt an, wie oft die jeweilige Taste „gedrückt“ werden muss. So steht also die 21 für A, die 22 für B oder die 33 für F. Die Zahl im Rufzeichen wird mit der 0 angegeben, also etwa die 20 für 2 oder die 00 für 0.

Ein kleines Tool zur Berechnung von Rufnummern findet man bei OE2XZR im HAMNET oder bei OE2WNL im Internet.

Eigener Zugang

Einzugsbereich

Selbstverständlich kann DB0OSN aus dem gesamten HAMNET erreicht werden. Optimal ist DB0OSN für den Zugang aus folgenden Netzen geeignet:

Eigenen Zugang erhalten

Jede/r Interessierte erhält selbstverständlich gern einen eigenen Zugang, gültiges Rufzeichen natürlich vorausgesetzt. Bei Interesse bitte einfach eine kurze E-Mail an Nils, DO6NP senden.

Zugangsdaten

Folgende Zugansdaten werden so oder ähnlich in jedem Softphone und jedem Endgerät abgefragt:

Einwahlnummer oder Benutzername: <Rufnummer nach Rufzeichen->Nummer-Konvention>
Passwort: <wird per E-Mail mitgeteilt>
Registrar: voip.db0osn.ampr.org
oder: 44.225.60.4
Proxy: <> (leer lassen)
STUN-Server: optional, siehe unten

STUN-Server

Wer über ein NAT-Gateway (also grob gesagt einen Netzübergang, also z.B. aus dem heimischen Netz über ein Gateway ins HAMNET) kommuniziert, bei dem kann es unter Umständen Probleme geben, da sich das SIP-Protokoll leider nicht besonders gut auf diese Technik versteht. Hilfreich kann hierbei ein STUN-Server sein, der die eigene IP ermittelt und somit beiden Geräten bei der Kommunikation hilft. Details dazu erklären wir gern persönlich.

Bei DB0OSN betreiben wir einen STUN-Server, dieser ist unter voip.db0osn.ampr.org erreichbar. Er arbeitet im Basic-Mode. Alternativ empfehlen wir voip.db0gw.ampr.org.

Codecs bei DB0OSN

Neben den in der Telefonie gebräuchlichen Codecs G.711 (ALAW, entspricht normaler Festnetztelefonqualität) und G.722 unterstützt DB0OSN auch den Breitband-Codec OPUS. Diesen empfehlen wir insbesondere beim Zugang zum FM-Relais, sofern das Endgerät diesen unterstützt.

Darüber hinaus haben wir den im Amateurfunkumfeld bekannten, freien Codec 2 implementiert. Auf Basis dieses Codecs können gern eigene Experimente durchgeführt werden.

Für einen modernen Amateurfunk