DB0OSN FM-Relais UHF

DB0OSN ist das Stadt-Relais mit EchoLink und Sprach-Mailbox für Osnabrück. Es ist seit Januar 2007 vom Westerberg aus QRV.

Antennensystem DB0OSN
Antennensystem DB0OSN

Technische Daten

Allgemeines:
Rufzeichen: DB0OSN
Standort: Universität Osnabrück, Westerberg, 49069 (49076) Osnabrück
Koordinaten: 52.1702N / 008.0151E
Locator: JO42AG
Antennenhöhe: 34 m über Grund / 130 m über nn.
Betreiber: Interessengemeinschaft Amateurfunk Osnabrück
SysOps:Udo Witte, DJ4FV (verantwortlich)
Jochen Witte, DL7JW (HF-Technik)
Nils Prause, DO6NP (Software / Steuerung)
Betriebsparameter:
Ausgabefrequenz: 439,350 MHz
Eingabefrequenz: 431,750 MHz
Betriebsart: F3E (FM-Schmalband, 12,5-KHz-Betrieb)
Equipment:
Empfänger: Motorola GM 900 mit 12,5 KHz / Schmallband, Squelch-Ansprechspannung <= 0,01 µV / m
Sender: Motorola GM 950
Antenne: Sirio SA 705-N, 70 cm Monoband 5 x 5/8-Groundplane, Länge 279 cm, Gewinn 7,1 dBd / 9,25 dBi
Relais-Steuerung: Software SvxLink unter Bananian Linux
Computer: Banana Pi 1 GHz Dual-Core, 1 GB DDR3, SATA; SvxLink-Adapter für Banana Pi nach DM2NT
Internet: HAMNET (lokaler Tunnel)
Relais-Parameter:
Öffnung:
  • PTT mit CTCSS-Subton 123 Hz
  • 1750 Hz-Tonruf (min. 500 ms)
  • DTMF-Kommando „*“
  • ZVEI-Selektivruf „1234“
  • nach Relais-Abfall für weitere 20 Sek. auch durch PTT
Haltezeit: 6 Sek. nach Empfang des letzten Signals oder Ende der Übertragung von EchoLink. Anschließend kann Relais für 20 Sek. durch Signal auf der Eingabe wieder aufgetastet werden.
Signalisierung:
  • Kennung 120 cpm, 1318,51 Hz bei neuer Auftastung sowie alle 10 Min.
  • Rogerbeep 40 ms, 1046,5 Hz bei HF-Signal
  • Doppel-Rogerbeep 2×40 ms, 1046,5 + 783,991 Hz bei Signal via EchoLink / HansaLink
  • Uhrzeitansage zur vollen und halben Stunde
  • ggf. Ansage vorhandener Sprachnachrichten zur vollen und halben Stunde
  • ggf. Ansage wichtiger Meldungen zur vollen und / oder halben Stunde
Steuerung: Steuerung durch DTMF-Töne; * = Kennung und Status; 0 = Hilfe; # = Abbruch
EchoLink:
Node-Nr.: 49069
Rufzeichen: DB0OSN-R
Online-Zeit: 24 Std. / wie Relais
Anbindung: direkt an Relais-Standort, in Steuerung integriert

Beschreibung

Das Gestell mit den Einbauten von DB0OSN
Das Gestell mit den Einbauten von DB0OSN

Herzstück des im Herbst 2017 neu aufgebauten FM-Relais ist ein stromsparender Platinencomputer Typ Banana Pi mit Speicherkarte, auf dem huckepack eine Anschaltplatine für TRX nach DM2NT aufgesetzt ist, die von Rolf, DL2MB, aufgebaut und modifiziert wurde. Als Software für das Relais wird eine jeweils angepasste Version von SvxLink auf Basis Bananian (bis Oktober 2016: Debian GNU/Linux; bis Juni 2007: OpenSuSE) eingesetzt. Das Programm von Tobias Blomberg, SM0SVX, wird von Nils, DO6NP an die speziellen Bedürfnisse von DB0OSN und den deutschen Umsetzern angepasst und um die deutsche Sprache sowie ein eigenes Wartungs-Modul erweitert. SvxLink wurde vor unserer Einführung im Jahr 2006 unseres Wissens nach noch bei keinem anderen Umsetzer in DL eingesetzt.

Für allzeit guten Empfang sorgen Transceiver von

Hier ein Blick in die Schublade mit RX und TX
Hier ein Blick in die Schublade mit RX und TX

Motorola. Ursprünglich waren hier GM 1200 Ex-Bündelfunkgeräte als Leihgabe eines OM im Einsatz. Nachdem dieser seine Geräte zurückforderte, werden vereinseigene Trx Typ GM 900/950 eingesetzt, welche von Jochen, DL7JW beschafft und optimiert wurden. Hierdurch konnte vor allem beim Empfänger eine noch höhere Empfindlichkeit erzielt werden (dieser reagiert bereits bei <= 0,01 mV).

Zur Optimierung der Modulation kam bis 2013 ein NF-Clipper von ID-Elektronik zum Einsatz. Seit 2014 wird dies durch Software gelöst. Durch das eingeführte 12,5-kHz-Raster und durch Verwendung von Funkgeräten, die für ein 25 kHz-Raster entwickelt und gebaut wurden, wird von den Nutzern oft ein zu großer Spitzenhub abgestrahlt. Durch Clippen des NF-Signals und anschließend steilflankiger Filterung wird der Spitzenhub begrenzt, während der mittlere Sprachhub angehoben wird. So wird ein optimiertes Signal über das Relais abgestrahlt. Darüber hinaus ist ein Notchfilter für 1750 Hz integriert, welcher die Ohren schont und auch DTMF-Töne auf der Ausgabe wirkunsvoll unterbindet.

Um eine unterbrechuntsfreie Kommunikation, bspw. auch in Notfunksituationen, zu ermöglichen, ist das Relais mit einer USV (= unterbrechungsfreie Stromversorgung) ausgestattet. Auf diese Weise kann auch bei kurzen bis mittleren Ausfällen das Relais weiterarbeiten, bevor das hauseigene System aktiv ist.

Um Sende- und Empfangsfrequenz des Relais von einander zu trennen, konnten wir eine kommerzielle Duplex-Weiche mit 12-kreisigem Helix-Filter von Huber & Suhner aus der Schweiz ergattern. Diese sorgt bei einer Durchgangsdämpfung von typisch 0,8 dB für eine Filterung von 85 dB. Einstrahlungen des Senders in den Empfänger sind somit nicht mehr messbar. Die Antenne ist nur wenige Meter oberhalb des Relais, das sich im Dachgeschoß des Universitätsgebäudes befindet, angebracht. Der colineare Rundstrahler weist einen Gewinn von 7.1 dB auf. Wegen Änderungen am Standort hat der Umsetzer im Jahr 2009 die Räumlichkeit gewechselt. Relais und Antenne sind nun durch ca. 20 Meter Kabel miteinander verbunden.

Bedienung von EchoLink

Verbindungen von DB0OSN aus

  • Umsetzer öffnen und warten, bis die Kennung beendet ist. Nun wie bei einem QSO das eigene Rufzeichen nennen!
  • Node-Nr. der Gegenstelle eingeben, mit der verbunden werden soll und PTT loslassen. Beispiel für DM0ZBE-L in Bad Essen: 110886 <PTT loslassen>
  • Das EchoLink-Modul wird nun automatisch gestartet und die Verbindung wird hergestellt. Der aktuelle Status wird vom System angesagt. Wenn die Gegenstation über eine Connect-Ansage verfügt, wird diese außerdem abgespielt.
  • Das QSO kann nun geführt werden.
  • Um die Verbindung zu trennen, Raute „#“ drücken.
  • Um vor oder während eines QSO zu prüfen, ob bereits eine EchoLink-Verbindung besteht, „1“ eingeben und PTT loslassen.
  • Um das EchoLink-Modul nach einer Verbindung zu beenden, ebenfalls Raute eingeben.
  • Es ist jederzeit möglich, eine Verbindung zu beenden, auch wenn die Gegenstelle gerade sendet. Bitte diese Funktion nur verwenden, wenn von der Gegenstelle Störungen oder sonstige unerwünschte Sendungen übertragen werden.
  • Bitte beachten, dass während einer bestehenden EchoLink-Verbindung keine anderen Module wie z.B. die Sprach-Mailbox aufgerufen werden können. Hierfür muss zunächst mit „#“ die Verbindung und dann durch nochmaliges Drücken der Raute das EchoLink-Modul beendet werden.

Verbindungen aus dem Internet

  • Wenn DB0OSN aus dem Internet erreicht werden soll, bitte DB0OSN-R unter der Node-Nr. 49069 connecten.
  • Nach erfolgreichem Verbindungsaufbau wird die Kennung übertragen. Währenddessen wird auch das Rufzeichen der Gegenstelle auf dem Umsetzer angesagt!
  • Bitte zunächst einen Augenblick in den Umsetzer hineinhören, ob bereits ein QSO läuft.
  • Es ist nicht notwendig, das Relais durch einen Rufton o.ä. aufzutasten. Wenn vom EchoLink aus etwas übertragen wird, öffnet das Relais wenn nötig automatisch.
  • Bitte beachten, dass vom Relais nur tatsächlich empfangene Signale ins Internet übertragen werden. Der Rogerbeep oder die Kennung werden nicht übertragen!
  • Wird die Verbindung getrennt, so wird dies auf dem Umsetzer ebenfalls angesagt!

Allgemeine Nutzungshinweise

  • Das Ende einer Aussendung aus dem EchoLink wird durch den normalen Rogerbeep bestätigt. Bitte immer erst sprechen, wenn dieser auch zu hören war! Bei manchen Relais wird auch der eigene Beep des Relais aus dem EchoLink mit übertragen, davon bitte nicht irritieren lassen. DB0OSN sendet immer auch den eigenen Quittungston.
  • Nach einer zu langen Inaktivität erfolgt eine automatische Verbindungstrennung. Diese wird lokal auf dem Umsetzer angesagt, das EchoLink-Modul wird automatisch deaktiviert.
  • Bitte stets beachten, dass bei EchoLink durch die Datenübertragung eine kleine zeitliche Verzögerung von etwa 2-5 oder mehr Sekunden entstehen kann. Daher bitte auf längere Umschaltpausen achten, um dem EchoLink-Partner die Gelegenheit zu geben zu Wort zu kommen. Vielen Dank.
  • Wir haben in der Vergangenheit einige Anfragen von OM bekommen die sich wunderten, warum ihre DTMF-Töne nicht ausgewertet werden konnten. Hierbei haben wir festgestellt, dass dies häufig eine der folgenden Ursachen hat:
    • Das Relais kann die DTMF-Töne nur erkennen, wenn sich diese deutlich genug vom Rauschpegel abheben. Es ist daher notwendig, dass das Signal nicht zu verrauscht am Umsetzer ankommt.
    • Damit das Relais DTMF-Töne dekodieren kann und nicht aus jeder Sprachaussendung gleich einen DTMF-Ton zu hören glaubt, muss der Frequenzgang des Tons relativ sauber und linear übertragen werden. Es ist deshalb wichtig darauf zu achten, dass das Signal sauber und vor allem nicht zu laut übertragen wird. Hierzu bitte wenn möglich testweise die Lautstärke des DTMF-Signales reduzieren.
    • Wird das Signal nicht erkannt, sollte man ein wenig mit der Länge der Töne und ihrem Abstand zu einander „spielen“. Wenn die Töne sauber übertragen werden, spricht nichts dagegen, nur sehr kurze und schnell aufeinander folgende Töne zu senden. Ist das Signal hingegen gestört, kann das längere Geben der Töne mit größeren Pausen unter Umständen Abhilfe schaffen. Hier hilft nur Versuch und Irrtum.
  • Aus gegebenem Anlass und weil es leider sehr häufig vernachlässigt wird, möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass zu Beginn jedes QSOs (also auch beim Rufen einer Station) das eigene Rufzeichen genannt werden muss. Dies gilt auch und gerade für EchoLink! Daher bitte VOR einem Verbindungsaufbau oder einem sonstigen DTMF-Befehl immer das eigene Rufzeichen nennen! Anderenfalls ist es für die Betreiber leider nicht möglich zu erkennen, wer rechtmäßig (also als lizenzierter Funkamateur) das System nutzen und wer sich unbefugt (als unlizenzierter „Schwarzfunker“) Zutritt verschaffen oder einfach bloß spielen möchte. Auch ist es so einfacher möglich, einen Funkamateur anzusprechen, um ihn beispielsweise auf ein Problem hinzuweisen. Im Zweifel müssen wir die DTMF-Steuerung von Funkamateuren, die sich weigern ihr Rufzeichen zu nennen, unterbinden.
  • In letzter Zeit kommt es vermehr zu Verbindungen, bei denen ein Funkamateur nur wenige Sekunden in das Relais hineinhört, die Verbindung trennt und dies wenige Minuten später wiederholt. Wir bitten darum nur eine Verbindung aufzubauen, wenn auch ein ernsthaftes Interesse an einem QSO besteht. Etwas anderes gilt nur, wenn man eine YL / einen OM rufen möchte, dann jedoch feststellt, dass bereits ein QSO läuft. In diesem Fall kann man es natürlich kurze Zeit später gern noch einmal versuchen. Dies soll natürlich nicht heißen, dass wir keine EchoLink-Verbindungen auf unserem Umsetzer wünschen; im Gegenteil freuen wir uns immer über neue Stationen. Auch QSOs mit Freunden aus der Heimat oder Besuchern in Osnabrück sind ausdrücklich willkommen. Ein Verbindungsaufbau sollte aber immer auch der erste Schritt zu einem QSO sein.

Sprach-Mailbox

Mit Hilfe unserer Sprach-Mailbox können leicht und schnell Kurznachrichten ausgetauscht werden.

Bedienung

Um die Sprach-Mailbox zu nutzen, bitte unbedingt die folgenden Hinweise beachten:

  • Umsetzer öffnen und warten, bis die Kennung beendet ist. Wie bei einem QSO immer zuerst das Rufzeichen nennen!
  • Nun auf Sendung gehen und „2“ eingeben, um das Mailbox-Modul zu starten und die PTT wieder loslassen.
  • Das System fordert nun zur Eingabe von Benutzernummer und Passwort auf. Bitte Benutzernummer und Passwort direkt hintereinander eingeben und dies durch Loslassen der PTT bestätigen. Beispiel: Die Benutzernummer ist 123, das Passwort 4567. Eingabe: 1234567
  • Das System bestätigt nun den korrekten Login. Bei einem Fehler wird zur erneuten Anmeldung aufgefordert. Mit einer Raute ohne vorherige Zahleneingabe bricht man die Anmeldung ab und beendet das Mailbox-Modul.
  • Wenn der Login erfolgreich war, befindet man sich nun im Hauptmenü. Hier hat man folgende Möglichkeiten:
    1. Neue Nachrichten abhören: 1
    2. Neue Nachricht aufzeichnen: 2
    3. Beenden: #

    <

  • Um die eigenen Nachrichten abzuhören, „1“ eingeben. Liegt keine Nachricht vor, informiert das System hierüber und man gelangt wieder ins Hauptmenü. Liegt eine Nachricht vor, so wird diese vorgespielt. Anschließend hat man die Möglichkeit, sie mit „1“ direkt zu löschen, mit „2“ erst zu löschen und dann automatisch zu beantworten oder mit „3“ nur eine Antwort aufzunehmen ohne die Nachricht schon zu löschen. Die Beantwortung einer Nachricht funktioniert wie das Aufzeichnen einer neuen.
  • Um eine neue Nachricht aufzuzeichnen, drückt man im Hauptmenü die „2“. Anschließend wird zur Eingabe des Empfängers aufgefordert. Hier die Empfängernr. eingeben, wobei Empfängernr. die dreistellige Benutzernummer ist. Anschließend muss ein Betreff aufgesprochen werden. Hierfür die PTT drücken und einen kurzen Betreff einsprechen, danach die PTT wieder loslassen. Jetzt kann die eigentliche Nachricht aufgesprochen werden. Hier geht man nach gleichem Schema vor: PTT drücken, Nachricht sprechen, PTT loslassen. Anschließend ist die Nachricht gespeichert, was durch eine entsprechende Ansage bestätigt wird. Man ist nun zurück im Hauptmenü.
  • Um eine Funktion abzubrechen oder das Hauptmenü zu verlassen und damit das Mailbox-Modul zu beenden, benutzt man stets die Raute-Taste.

Aktuelle Benutzer

Hier findet man alle aktuellen Benutzernummern der DB0OSN Sprach-Mailbox.

Die Nummern werden aus dem Suffix des Rufzeichens gebildet. Dabei werden die Buchstaben herangezogen, die den jeweiligen Zahlen auf der Tastatur entsprechen. Wenn man also die Nummern eines Benutzers herausfinden möchte, muss man nur auf eine Handy-Tastatur schauen und die entsprechenden Zahlen eingeben. Hat ein Benutzer ein zweistelliges Suffix, so wird vor die zwei Zahlen eine 0 gestellt. Wenn ein Suffix zweimal vorkommt, wird beim zweiten Benutzer eine Zahl addiert.

Beispiel: DG2BCA = BCA = 222; DO6NP = NP = 67 = 067; DL2BCA = BCA = 222 = schon belegt von DG2BCA => 223.

Folgende Benutzernummern sind eingerichtet:

022 DO8CB
026 DO9BM
027 DO1BR
028 DO9BT
029 DB3BW
033 DO6DD
059 DL7JW
062 DL2MB
067 DO6NP
087 DF5VR
222 DG2BCA
287 DO7BTR
527 DG8LAP

Für einen modernen Amateurfunk