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DM0ZOS EchoLink - Geschichte
DM0ZOS war das erste EchoLink-Gateway in Osnabrück. Lesen Sie hier ein wenig zur Geschichte seit dem Jahr 2004.
Wie alles begann
Anfang 2004 begann sich Henning Stille, DG2BCA für die neue "Spielart" EchoLink zu interessieren. Also richtete er sich zunächst die gleichnamige Software auf seinem Windows-PC ein und ging damit im EchoLink-Netz online. Schnell war er von den sich bietenden Möglichkeiten begeistert. Leider bestand zu diesem Zeitpunkt jedoch noch kein HF-Einstieg in Osnabrück, so dass stets der PC benötigt wurde, um am EchoLink teilzunehmen. Also entschied sich Henning schließlich, ein Interface zu erwerben, um zunächst testweise seinen ICOM-Stationstransceiver mit dem EchoLink-Netz zu verbinden und als DG2BCA-L online zu gehen. Dieser neue, nur zeitweise aktive Einstieg, der auf der 2-m-Frequenz des OV I52 betrieben wurde, sprach sich schneller als erwartet herum und fand einen regen Zuspruch. Gleichzeitig wuchs damit natürlich auch das Interesse, die Station dauerhaft und unbemannt betreiben zu können. Daher beantragte Henning im Juni 2004 eine Lizenz für eine automatisch betriebene EchoLink-Station und erhielt im Juli eines der ersten EchoLink-Gateway-Rufzeichen aus dem hierfür freigegebenen Rufzeichenblock DM0Zxx. Da das Gateway von Reinhard, DD9WW in Bad Essen (Ort ca. 20 km östlich von Osnabrück) bereits zuvor auf die damals noch einzige im 2 m Band für EchoLink freigegebene Frequenz 144,975 MHz gewechselt hatte und zwei Gateways auf der selben Frequenz bei diesem geringen Abstand zueinander natürlich keinen Sinn machten, verlegte Henning sein System nach Absprache auf die 70-cm-Frequenz 430,050 MHz.
Nachdem das Gateway ein eigenes Rufzeichen und eine exklusive QRG besaß, sollte auch der Rest auf professionelle Füße gestellt werden. René Wegner, DG1BDR, finanzierte, baute und konfigurierte hierfür einen PC-Server mit aktuellster Hardware. Als Transceiver wurde ein kommerzielles Ex-Bündelfunkgerät Motorola GM 1200 erworben und entsprechend modifiziert und programmiert. Als Antenne konnte eine auf Hennings Mast bereits montierte Groundplane Diamond X6000 eingesetzt werden. Um den Nutzern einen möglichst optimalen Betrieb zu ermöglichen, wurde darüber hinaus eine Menge Arbeit in die Software investiert. Die bekannte Programmerweiterung EchoLinkPlus wurde von Nils Prause, DO6NP, angepasst und in Teilen neu programmiert. Eigene Ansagen wurden in Kleinarbeit durch René und Nils aufgesprochen und das System wurde um eigene Programme erweitert.
So lief das System - glücklicherweise sehr stabil - von 07:00-23:00 ME(S)Z auf seiner Simplex-Frequenz.
DM0ZOS - Link für DB0ZO
Mitte Dezember 2004 tauchte in einem Gespräch zwischen Peter Lampe, DK7BS, dem Verantwortlichen von DB0ZO und Henning als Verantwortlichem von DM0ZOS die Frage auf, ob es nicht möglich sei, das Gateway testweise auf den 70-cm-Umsetzer umzuschalten und auszutesten, ob eine EchoLink-Anbindung bei den Nutzern Anklang fände. Die Idee, EchoLink durch das Relais einem wesentlich größeren Personenkreis zugänglich machen zu können, fand bei den Verantwortlichen grundsätzlich Zustimmung. Nach einer Menge Anpassungen und Optimierungen für den Relais-Betrieb ging DM0ZOS daher am 27.12.04 erstmals via DB0ZO online.
Der Fokus lag dabei von Anfang an darauf, EchoLink möglichst als eine zusätzliche Option auf dem Relais zu integrieren, ohne jedoch den normalen QSO-Betrieb zu stören oder es Störern all zu leicht zu machen. Nach mehr als eineinhalbjährigem Betrieb glauben wir sagen zu können, dass dies im Großen und Ganzen auch gelungen ist.
Back to the roots - Ende des Testbetriebs
Dennoch teilte Peter Lampe, DK7BS, als Inhaber von DB0ZO, dem Team in einer kurzen E-Mail am 02.06.06 mit, dass der Testbetrieb ab sofort nicht mehr erwünscht sei. Er begründete dies mit Beschwerden der Relais-Nutzer und kündigte gleichzeitig an, das Relais zukünftig selbst über das Gateway DB0SZS-R versorgen zu wollen. Bis zum Tag der Erstellung dieses Textes wurde dieses Gateway auf dem Relais allerdings noch nicht aktiviert.
Für das Team von DM0ZOS bedeutete dies, das System fortan wieder auf 430,050 MHz zu betreiben.
Aktueller Stand der Dinge
Durch den Aufbau von DB0OSN ist die Weiterentwicklung von DM0ZOS leider ein wenig ins Hintertreffen geraten. Nichts desto trotz ist die Station weiterhin vorhanden. Die Zukunft wird zeigen, welche weiteren Schritte das SysOp-Team plant.
