DB0DOS - D-Star-Relais Dörenberg/Osnabrück

DB0DOS ist das D-Star-Relais (nicht nur) für die Region Osnabrück. Es wurde im Februar 2010 in Betrieb genommen und Ende September durch eine zweite 70-cm-Frequenz erweitert. Es erlaubt weltweite digitale Verbindungen und ist an das ircDDB-Netzwerk angebunden.

Technische Daten

Standort:
Rufzeichen: DB0DOS
Standort: Dörenberg, 49124 Georgsmarienhütte
Koordinaten: 52° 10′ 31″ N / 8° 3′ 12″ O
Locator: JO42AE
Antennenhöhe: Ca. 20 m über Grund / ca. 330 m über nn.
SysOp: Hans-Jürgen Pohlmann, DJ2QW (verantwortlich)
Module:
Modul: DB0DOS B DB0DOS C
Hauptziel: Reflektorbetrieb Callsign-Routing, dynamische Verlinkung, Experimente
Kanal: RU756X RU672
Ausgabefrequenz: 439,45625 MHz 438,400 MHz
Eingabefrequenz: 431,85625 MHz 430,800 MHz
Strahlungsleistung: 15 Watt EIRP <5 Watt EIRP
Betriebsart: F7W (D-Star Digital Voice) F7W (D-Star Digital Voice)
Empfänger: Motorola GM 1200 Motorola GM 1200
Sender: Motorola GM 900 Motorola GM 950
Antenne: Procom CXL-70-5C, 70 cm Monoband, Länge 220 cm, Gewinn 5 dBd Kathrein 70 cm Monoband, Länge 220 cm, Gewinn 5 dBd
Vorzugsrichtung: Südost West-Südwest
Hardware: Linux-PC Linux-PC
Controller: Satoshi-Board Soundkarte
Software: CentOS, Rptr, ircDDB, DExtra CentOS, DStarRepeater, ircDDB, DExtra

Beschreibung

DB0DOS ist das D-Star-Relais auf dem Dörenberg südlich von Osnabrück. Dank des Einsatzes unseres Mitglieds Hans-Jürgen Pohlmann, DJ2QW, ist es gelungen, diesen hervorragenden Standort zu erschließen. Aufgrund der exponierten Lage versorgt DB0DOS zuverlässig den Raum Osnabrück, Westfalen und darüber hinaus.

Um verschiedene Formen des D-Star-Betriebs innerhalb einer Zone zu ermöglichen, ist DB0DOS mit zwei Modulen ausgestattet, die aufgrund der Frequenzknappheit beide auf 70 cm arbeiten. Das zweite Modul ist mit dem Buchstaben C gekennzeichnet, der eigentlich für 2-m-Module vorgesehen ist. Die Antennen befinden sich auf einem Mast, besitzen jedoch verschiedene Vorzugsrichtungen (s.o.). Die Software läuft gemeinsam auf einem PC ohne Virtualisierung.

Zusätzlich zu Sprache und Slow Data können bei DB0DOS auch Positionsdaten (DPRS) übertragen werden. Es wird jedoch darum gebeten von automatischen Positionsübermittlungen ("Auto TX") Abstand zu nehmen, da dies den QSO-Betrieb beeinträchtigen kann. Die Übermittlung von Positionen während eines QSO ist dagegen natürlich ausdrücklich erwünscht.

Module

Modul B

Das Modul B (Ausgabe 439,45625 MHz) ist seit dem 09.02.2010 in Betrieb. Es ist derzeit dauerhaft mit dem X-Xreflector XRF010B verbunden. Ein Reflektor ist eine Art Konferenzraum, bei dem die Aussendungen auf einem Relais automatisch bei allen angeschlossenen Umsetzern ausgestrahlt werden. Hierdurch können ohne eine besondere Einstellung Verbindungen mit Nutzern auf bis zu 25 Umsetzern in Deutschland und Österreich geführt werden. Bitte dies auch bei der eigenen Betriebstechnik stets bedenken!

Um das Modul zu nutzen, sind folgende Einstellungen vorzunehmen:

Your Call CQCQCQ
Rpt 1 DB0DOS B
Rpt 2 DB0DOS G
My Call Eigenes Rufzeichen

Bitte beachten, dass das "B" bzw. "G" bei Repeater 1 und 2 immer an der letzten, der achten, Stelle stehen muss, es muss also in diesem Fall eine Leerstelle zwischen Rufzeichen und Buchstabe eingefügt werden! Das Gateway bei Repeater 2 sollte auf jeden Fall eingetragen werden, da das Modul mit einem Reflektor verbunden ist und ein Betrieb ohne diesen Eintrag bei den Benutzern zu Irritationen führen kann. Lokaler Betrieb sollte derzeit auf dem Modul C abgewickelt werden.

Modul C

Dieses Modul ist am 17.09.2010 neu hinzugekommen. Neben einer veränderten Antennenrichtung (s. oben unter "Vorzugsrichtung") dient es hauptsächlich für lokalen Betrieb, für Callsign-Routing sowie zum dynamischen Verbinden mit weiteren Reflektoren. Außerdem finden Experimente mit Hard- und Software auf diesem Modul statt.

Um über Modul C arbeiten zu können, müssen die bei D-Star-Relais in Deutschland üblichen Einstellungen vorgenommen werden:

Your Call Eine der folgenden Angaben:
  • Angabe "CQCQCQ" für allgemeinen Anruf.
  • Rufzeichen der Gegenstelle, wenn ein bestimmtes Call gerufen werden soll. Das Callsign-Routing ist innerhalb des ircDDB-Netzwerks möglich.
  • Ein Schrägstrich gefolgt vom Rufzeichen der Zone (= Relais), die angesprochen werden soll, und Bezeichnung des Zielmoduls. Beispiel: Es soll zum Relais DB0ELD auf 70 cm (= Modul B) gesprochen werden. Eingabe: "/DB0ELDB". Die Modulbezeichnung (im Beispiel also das "B") muss immer an der achten Stelle stehen.
  • Kommando zum Verbinden mit oder Trennen von einem Reflektor. Hierbei wird der Reflektorname gefolgt vom Modulbuchstaben und einem "L" für Link (= verbinden) oder "U" für Unlink (= trennen) angegeben. Beispiel: Es soll eine Verbindung mit XRF023 Modul B aufgebaut werden. Eingabe: "XRF023BL"
Rpt 1 DB0DOS C
Rpt 2 DB0DOS G
My Call Eigenes Rufzeichen

Bitte beachten, dass das "B" bzw. "G" bei Repeater 1 und 2 immer an der letzten, der achten, Stelle stehen muss, es muss also in diesem Fall eine Leerstelle zwischen Rufzeichen und Buchstabe eingefügt werden! Wird das Gateway bei Repeater 2 nicht eingetragen, ist nur lokaler Betrieb über den Umsetzer möglich.

Hinweis zum Callsign-Routing

Ein Callsign-Routing ist innerhalb des ircDDB-Netzwerks ohne jede Registrierung möglich.

Um jedoch einen Umsetzer erreichen zu können, der auch Mitglied im US-Trust-Netzwerk ist, muss das eigene Rufzeichen sowie dasjenige der Gegenstelle dort registriert sein. Um alle möglichen Relais erreichen und nutzen zu können, empfehlen wir derzeit die Registrierung.

Um zu prüfen, ob das eigene Call im US-Trust-Netzwerk registriert ist, kann die Rufzeichenprüfung der PRGM genutzt werden. Soll das eigene Rufzeichen neu registriert werden, kann das Registrierungssystem der TRG verwendet werden.

Weitere Unterstützung

Hilfreiche Informationen finden vor allem Einsteiger im D-Star-Handbuch von DM7DR (PDF-Datei sowie auf dem Portal Amateurfunk Digital.

Bei weiteren Fragen steht außerdem natürlich auch das Team der Interessengemeinschaft Amateurfunk Osnabrück jederzeit gern zur Verfügung.